Dienstag, 21. August 2012

Ab in den Süden

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Bei tollem Sonnenwetter haben wir Montag die Fahrt bis nach Narvik angetreten. Dort haben wir uns erstmal wieder mit norwegischen Lebensmitteln eingedeckt und auf dem städtischen Campingplatz gegrillt. Der Platz liegt "verkehrsgünstig", so würde es bestimmt in einem Prospekt stehen. Nachts bretterten ein paar Züge vorbei und LKWs auf der E6.

Am Dienstag ging es weiter auf der E6. Die einzige Fähre auf der E6 von Skaberget nach Borgnes unterbrach unsere Fahrt für etwa eine Stunde (inkl. Wartezeit). Es war unterwegs meist regnerisch und dunkel bewölkt. Am Polarkreiscenter haben wir den 50Prozent Ausverkauf genutzt und uns zwei warme Fleecejacken gekauft. Gegen 21:15 sind wir dann ein drittes Mal auf unserer Reise bei Korgen Camping gelandet. Um 22:30 Uhr war es hier, für uns ungewohnt, fast stockdunkel.

Heute ging es dann bei bewölkt sonnigem Wetter immer weiter auf der E6, erstmal für einen kleinen Zwischenstopp bis Mosjøen. Nach Misjøen hat uns unser tolles Navi (welches wir schon mehrere Male diesen Sommer verflucht haben) über irgendwelche Waldwege geführt, bis wir plötzlich vor einer Brücke standen, die für die Überfahrt mit unserem Bus nicht stabil genug ist. Nach weiterer Fahrt auf schottrigen Wegen gelangten wir aber doch wieder auf die E6. Die ging es dann bis kurz vor Steinkjer, wo wir bei Føllingstua Camping nun die Nacht verbringen.

Sonntag, 19. August 2012

Digermulen

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Beim Aufstehen strahlte uns heute blauer Himmel entgegen. Da viel uns die Entscheidung, ob Fähre nehmen und die Lofoten verlassen oder noch bleiben, leicht.

Als wir den Campingplatz gegen Mittag verlassen wollten, war die Rezeption geschlossen. Ein großer Zettel an der Tür sagte, dass sie immer von 10 bis 13 Uhr geöffnet hat. Einige norwegische Gäste erzählten, sie hätten es schon auf allen Telefonnummern probiert, aber es sei niemand erreichbar. Im Kasten lagen schon unzählige Schilder, die man beim Checkin erhält und beim Checkout wieder abgeben muss. An einem Hüttenschlüssel im Kasten war ein Zettel auf norwegisch, auf dem sich jemand beschwerte über den "dårlig service" (schlechten Service) und das sie ihre Fähre erreichen mussten und deshalb angereist sind. Nach etwas warten und überlegen und beobachten was die anderen so machen, haben wir dann auch unser Schild in den Kasten geworfen und sind gefahren.

Gefahren sind wir in Richtung Digermulen. Der kleine Ort liegt am Raftsund, durch den täglich die Hurtigrute schippert und die Touristen in das enge Trollfjord bringt. So wie Julia und mich vor drei Jahren auch.

Nach Digermulen haben wir an einer Galerie gestoppt. Ein Mann empfing uns auf akzentfreiem Deutsch. Herr Hammerbeck, der vor 25 Jahren hierher ging. In dem tollen Haus mit grandioser Aussicht am Ende eines kurzen Weges stellt er seine Bilder, sowie Fotos seiner Frau aus. Im Gästebuch war ein Eintrag von der norwegischen Königin Sonja zu lesen, die wir um ein paar Tage verpasst haben, als sie überraschend dort war. Herr Hammerbeck erzählte und zeigte uns interessante Dinge, unterbrochen von einem Anruf aus Bayern, wo es 41 Grad hat. Zum Schluss gab er uns noch einen Tipp, wo wir evtl. Wale beobachten könnten und wo es auch einen schönen Strand gibt. Das heutige Wetter lud förmlich zu einem Bad im Meer ein.

Auf der kurzen Strecke die empfohlene Straße entlang, kamen wir bald an den tollen Strand. Ein Strand, der aus einem Streifen Sand bestand, wo man an beiden Seiten ins Wasser konnte. Ich bin dann auch gleich rein, gefolgt von Fama. Steffi fand es ziemlich kalt und hat etwas länger gebraucht. Schlussendlich war sie aber dann am längsten im Wasser und ist einige Zeit geschwommen.

Wale konnten wir leider keine entdecken und fuhren daher noch ein Stück in eine andere Richtung, wo wir erstmal Brotzeit machten. Danach ging es zurück bis nach Kongsmark, wo wir auf einem Campingplatz eingecheckt haben. Neben uns ein Schweizer mit seinem Hund (der mich wohl am liebsten fressen würde) im VW Bus mit dem wir uns gut unterhalten haben (also dem Schweizer, nicht mit dem Hund oder dem VW Bus ;)). Ansonsten war noch Wäsche waschen angesagt. Als die Sonne hier hinter den Bergen verschwand, wurde es schlagartig kalt. Nun wärmt uns der Heizlüfter bei 7 Grad Außentemperatur.

Svolvær

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Von Fredvang Camping ging es weiter Richtung Svolvær auf der E10. Unterwegs haben wir uns noch einmal Henningsvær angesehen, wo diesmal im Gegensatz zu vor drei Jahren es auch nicht so ausgestorben war. Ein Fotograf hatte dort eine Galerie mit wirklich schönen Fotos von den Lofoten. In der Bäckerei haben wir uns sehr leckere Teilchen geholt und waren noch in weiteren Läden mit Souvenirs, Fotos, Kunst usw.

Als wir danach in Svolvær angekommen waren, haben wir verzweifelt nach dem Gourmetfest gesucht, auf welches Steffi gerne wollte. Da wir nix gefunden haben, was nach Gourmetfest aussah, sind wir durch die Geschäfte geschlendert und haben zum Schluss in einem Restaurant Pizza gegessen.

Zum Übernachten haben wir dann auf Sandvika Camping bei Kabelvåg eingecheckt. Rund um Svolvær ist es ziemlich voll auf den Campingplätzen, so auch hier. Dagegen war der Platz in Fredvang fast leer. Hier kann man wunderbar auf den Felsen rumklettern, was wir dann auch getan haben. Fama und ich sind dann nochmal alleine losgezogen um einen Geocache zu erklimmen. Dabei sind wir an einem alten Bunker vorbeigekommen. Leider zugeschüttet.

Freitag, 17. August 2012

West-Lofoten

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Schweren Herzens haben wir das beschauliche Unstad verlassen und uns auf die E10 begeben um die westlichen Lofoten-Inseln im Automobil zu bereisen. Es war interessant die Orte in denen wir schon vor drei Jahren waren noch einmal zu sehen und diesmal z. B. in Nusfjord etwas länger zu verweilen und das ganze in der "Noch-Hauptsaison" zu erleben sowie auch neue Orte zu erkunden.

So haben waren wir in Nusfjord im alten Landhandel Geschäft und sind durch die Gassen geschlendert und auf den Aussichtspunkt gekraxelt. Am Nordfjorden gab es von den deutschen im zweiten Weltkrieg zerbombte Überreste von einem Schiff, Kran u. ä. zu sehen. In Sakrisøy haben wir die leckersten Waffeln gegessen bei einer alten Dame in einem Antikgeschäft über einem Puppen- und Spielzeugmuseum. In Å wollten wir eigentlich in der Bäckerei leckere Backwaren kaufen, aber wir fanden nur eine leere Backstube zum besichtigen vor. Keine Ahnung, ob die Bäckerei noch in Betrieb ist. Im Obergeschoss befindet sich jdf. eine Jugendherberge. Stattdessen haben wir uns dann im Landhandel nebenan was gekauft. Keine Leckereien (obwohl es dort die auf Værøy hergestellte Lofoten-Schokolade gibt), aber Moltebeerenseife und ein Heft über Fischsorten. ;)

Gelandet sind wir nun auf Fredvang Camping. Hier zieht es wie Hechtsuppe, dafür haben wir vor der Tür Strand & Meer. Okay nützt uns nicht viel bei diesen Temperaturen. ;)
Das ist übrigens der erste Campingplatz in unserer langjährigen Campingerfahrung in Norwegen, auf dem Geld für Kochplattennutzung verlangt wird. 5 NOK einwerfen und man hat 30 min Strom zum kochen. Gut, dass wir unseren eigenen Gaskocher haben.

Morgen ist Gourmetfest in Svolvær, welches wir besuchen wollen, ehe wir die Lofoten in noch unbekannte Richtung verlassen. Das Wetter sagt: Egal wohin ihr fahrt, Regenschirm habt ihr am besten immer parat.

Unstad

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Ein wirklich schönes Fleckchen Erde ist dieser kleine Ort. Das Wetter war die zwei Tage hier spätsommerlich schön. Wir sind die ehemalige Straße hochgewandert, die bis zur Eröffnung des Tunnels 1995 für den Verkehr freigegeben war. Nun grasen hier am Berg die Schafe. Und die können recht angriffslustig sein, insbesondere, wenn sie Junge haben und sich von Fama bedroht fühlen. Fama hat zwar gar kein Interesse gezeigt, wurde dann aber doch von der Schafmama penetrant verjagt und verfolgt. Da ist Fama ganz schön geflitzt. ;) Am höchsten Punkt der ehemaligen Straße, direkt über dem Tunnel, hat man eine wunderbare Aussicht auf Unstad. Und genau hier war auch unser Ziel: Ein Geocache. Nach einiger Zeit des Suchens, haben wir diesen dann auch endlich gefunden und sind den Rückweg bei Sonnenuntergang angetreten. Die Sonne verschwand hinter der dicken Wolkenwand, die hier über dem Ozean schwebt. Auf dem Campingplatz konnte ich Steffi dann zu einem Gang in die Sauna überreden. Komischerweise bin darin nur ich ins Schwitzen geraten.

Am zweiten Tag hat Steffi gemalt und am Vorabend sind wir den Weg am Meer entlang Richtung Eggum gelaufen. Fama hatte hier in einem Bergbach ihren Wasserspaß. Abends gab es dann Spaghetti.

Die Wettervorhersage hat sich inzwischen geändert, so dass wir wahrscheinlich noch ein paar Tage auf den Lofoten verbringen werden.

Dienstag, 14. August 2012

Kleppstad & Unstad

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Nachdem Steffi beim Veterinärinstitut und zwei Tierarztpraxen in Harstad war, sind wir bei Sonnenschein und bis zu 20 Grad auf die Lofoten gedüst. An der Raftsundbrücke haben wir einen Fotostopp gemacht und in Svolvær, der "Hauptstadt" der Lofoten, im Rema 1000 eingekauft für das abendliche Grillen.

Eingecheckt haben wir dann in Kleppstad auf dem Lofoten Bobilcamp, den wir uns vorher rausgesucht haben. Unser abendlicher Grillversuch ist dann leider an viel Wind gescheitert, der den Grill immer wieder ausgehen lies. Selbst windgeschützt hat es nicht funktionieren wollen. Daher haben wir dann in der Küche unser Grillgut in der Pfanne zubereitet, während wir Tagesschau im TV sehen konnten. Gucken wir normalerweise nie, aber nach 2,5 Monaten ohne Fernseher... ;)

Den nächsten Tag haben wir relaxt. Steffi hat ein schönes Bild angefangen zu malen mit einem Rentier drauf. Der Wind hat ganz schön gegen unser Zelt geblasen, aber alles hat Stand gehalten. Gegen Abend war der Campingplatz dann in einer Wolke versunken. Da war nix mehr mit dem tollen Panorama, das uns der Mann an der Rezeption versprochen hatte.

Am nächsten Morgen haben wir das Zelt abgebaut und sind aufgebrochen um die Insel Gimsøy zu erkunden und ggf. bei Hov-Feriegård zu übernachten. Im Norden der Insel war es aber so nebelverhangen, dass wir nach einer Rundfahrt über die komplette Insel weiter auf die nächste, Vestvågøy gefahren sind. Hier haben wir uns das ebenfalls wolkenverhangene Eggum angesehen, wo wir ebenfalls aber nicht bleiben wollten. So fuhren wir weiter Richtung Unstad und rechneten dort eigentlich auch mit Nebel. Nach dem ersten Tunnel strahlte weiter die Sonne und wir haben erstmal bei einem Bauernhof leckeren Käse probiert und gekauft. Nach dem zweiten Tunnel unmittelbar vor dem kleinen Ort Unstad strahlte uns glücklicherweise weiterhin die Sonne an. Am Strand, wo im Sommer die Surfer oft anzutreffen sind, haben wir ein paar Fotos gemacht, ehe wir bei Unstad Camping eingecheckt sind. Nicht günstig der Platz, aber sehr schön und ruhig. Noch sind wir alleine hier und die Sonne da. Hoffen wir das bleibt die zwei Tage, die wir bleiben so. :)

Sonntag, 12. August 2012

Harstad

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Der einzige Campingplatz im Umkreis von ca. 55km heißt Harstad Camping und liegt etwa 5km südlich vom Stadtzentrum. Da er ohne Konkurrenz ist, scheinen auch die Preise dementsprechend zu sein. Wir haben 250 NOK bezahlt. Der glaube ich zweitteuerste Platz bisher.

Am frühen morgen wurden wir von einer sich übergebenden Fama geweckt. Sie hat oben bei uns geschlafen, aber zum Glück hat nur ihr Deckchen etwas abbekommen. Danach müsste sie in die Box, wo sie sich zwei weitere Male übergeben hat und uns wieder weckte.

Nach dem Duschen, haben wir an der Rezeption für einen weiteren Tag eingecheckt und abgeklärt, ob wir spät abends wieder auf den Platz kommen, denn wir wollen ins Kino gehen.

Dann ging es auf den Berg Gangsåstoppen von dem man einen guten Ausblick über Harstad und die umliegenden Berge hat. Wegen des guten Wetters war hier einiges los.

Danach sind wir ins Zentrum gefahren und durch die Stadt geschlendert. Es fibt hier ein tolles Badeland namens "Grottebadet", welches unterirdisch in einem Felsen liegt und alles bietet, was das Herz begehrt. Außerdem gibt (oder vielmehr gab) es hier mal einen "Garfield Kiosk" vor dem Steffi natürlich posieren musste. ;) In einem Burger Restaurant haben wir uns dann was zu essen gegönnt, ehe wir die 2km nach Trondenes weiter gefahren sind um dort die Kirche anzusehen. Außerdem wollten wir uns die Adolfkanone ansehen, aber dies scheint nur mit Führung möglich und das Gelände war verschlossen.

Jetzt gehen wir gleich noch in "Dark Knight Rises" im Kino, bevor wir uns wieder auf den Campingplatz begeben.

Samstag, 11. August 2012

Jokkmokk-Harstad

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In der Nacht habe ich die restlichen Postkartenwünsche erfüllt. Alle Karten sind jetzt auf den Weg gebracht. Dabei konnte ich die Huskys mitten in der Nacht losheulen hören. Ganz in der Nähe vom Campingplatz gibt es einen Husky Kennel. Die Hunde haben minutenlang Radau gemacht, wovon bestimmt der ein oder andere Zeltbewohner aufgewacht ist.

Freitag sind wir nach Jokkmokk gelaufen. Der Weg vom Skabram Campingplatz führt ca. 3km durch den Wald bis ins Ortszentrum. Dort haben wir uns erstmal ein Eis gegönnt und uns was zum Grillen sowie Leckereien aus der Bäckerei besorgt.

Am Abend haben wir dann erstmal gegrillt und danach den Tag an Lagerfeuer ausklingen lassen. Wie wir bei einer ZDF Doku, die wir auf DVD vor kurzem gesehen haben, lernen konnten, ist in Sibirien die Frau fürs Holz holen zuständig. Steffi hat daher fleißig für das Lagerfeuer im Wald nach Brennholz gesucht und war sehr erfolgreich. Ich war erstaunt was sie für halbe Bäume angeschleppt hat. ;)
Ich stelle allerdings fest, dass ich mir mal eine Axt besorgen sollte.

Das Wetter bei Jokkmokk war die drei Tage schön sonnig und warm. Nachts wird es jetzt allerdings schon recht kühl und leider auch düster.

Nun sind wir auf die Lofoten gefahren, besser gesagt erstmal nach Harstad. Eine Tagesreise über eine Strecke, die wir schon gefahren sind, als wir von den Lofoten "geflüchtet" waren. Laut Wetterbericht erwartet uns hier ab Montag gutes Wetter.

Donnerstag, 9. August 2012

Jokkmokk

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Von der Finnisch-Schwedischen Grenze führte unser Weg gestern nach Jokkmokk im schwedischen Lappland. Wir sind auf dem netten Campingplatz auf dem wir vor drei Jahren schon einmal waren. Hier bleiben wir jetzt erstmal drei Tage und haben mal unser Zelt aufgebaut. Es ist einiges los hier. Alle Hütten und Zimmer sind voll. Eigentlich hatten wir in Erwägung gezogen ein Zimmer zu nehmen. Hier laufen die Hühner über den Platz, was Fama natürlich interessiert beobachtet. Der Camping-Hund, der hier frei rumläuft, interessiert sie jedoch weniger. Dabei ist der auch ein ganz Hübscher. Der Hof auf dem der Campingplatz ist, verkauft seinen eigenen Käse, hergestellt mit der Milch der am Platz grasenden schwedischen Bergkühe.

Heute war erstmal Großwäschetag und ansonsten nur entspannen angesagt auf dem Platz.

Dienstag, 7. August 2012

Muonio

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Vom Kirkenes Camping ging es mittags ab und nach kurzer Fahrtzeit über die Grenze nach Finnland. Durch das Finnisch-Lappländische "Outback" sind wir gegen Ende des Tages auf einer nichtendendwollenden Schotterpiste gefahren um schlussendlich hier in Muonio auf einem netten Campingplatz am Fluss zu landen.

Unterwegs haben wir übrigens die "beschissenste" Toilette Finnlands kennen gelernt (siehe Foto) und in Inari viel Geld ausgeben. U. a. für zwei T-Shirts, Postkarten, Aufkleber (unser Auto wird langsam zu einem dieser peinlichen Zugeklebten) und leckere vegetarische Burger. Achja, und einmal volltanken, ist hier ja noch am "günstigsten".

Grense Jakobselv

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Gegen 12 Uhr haben wir den Øvre Pasvik Campingplatz verlassen und sind auf der holprigen 885 wieder zurück Richtung Kirkenes bei maximalen 60 km/h über die Hüppel gebrettert. Bei 96-Høyden, wo uns ein Aussichtsturm mit Sicht auf die umweltverpestende russische Stadt Nickel erwarten sollte, legten wir einen Stopp ein. Der Aussichtsturm war auch vorhanden, aber leider verschlossen. Schade.

Auf der weiteren Fahrt hielten wir am einzigen Coop Markt weit und breit an und füllten erstmal wieder unsere Vorräte auf. Danach ging es ins Nationalparkcenter. Hier haben wir uns Postkarten und einen Aufkleber fürs Auto gekauft.

Nachdem wir die holprige Straße, die hiermit von mir offiziell zu Norwegens schlechtester Straße gekührt wird, verlassen haben, sind wir weiter nach Grense Jakobselv gefahren.

Grense Jakobselv liegt direkt an der russischen Grenze und an der Barrentsee. Weiter nord-östlicher geht nicht. Bewohnt ist der Ort nur im Sommer. Auch hier fühlt man sich wie auf der Wanderung im Nationalpark beobachtet. Schon von weitem kann man die Grenztürme sehen. Auf der Straße dorthin, die 886 (die übrigens fast genauso schlecht ist wie die 885 zuvor), kommt man an Norwegens ältestem Berg/Fjell vorbei. Kurz vor Grense Jakobselv fährt man direkt an der Grenze entlang, zu sehen an den gelben norwegischen Grenzpfosten neben der Straße.

Als erstes haben wir an der Kong Oskar II. Kapelle gestoppt. Leider geschlossen, aber auch von außen ein gutes Fotomotiv. Danach ging es zum Ende der Straße, die uns zum "Hafen" des Ortes führte. Auf den Felsen am Meer haben wir dann einen Spaziergang gemacht und Robben beobachtet, die immer wieder aus dem Wasser schauten. Weit entfernt haben wir dann etwas auf dem Wasser entdeckt, was mit bloßem Auge und durch mein Standardobjektiv ein oder zwei Wale hätten sein können. Während Steffi weiter beobachtet hat, bin ich zum Auto gelaufen, um mein Telezoom zu holen. Wie sich damit leider herausstellte, handelte es sich um ein Boot mit zwei Menschen darauf. Schade, denn man soll hier Wale beobachten können.

Nach einer Brotzeit stoppten wir noch einmal an der Kapelle und suchten und fanden den dortigen Geocache. Dann ging es weiter zum Kirkenes Campingplatz, wo wir noch eine DVD geguckt haben und nun zu schlummern versuchen.

Montag, 6. August 2012

Neue Fotos online!

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Ich habe soeben viele neue Fotos bei Picasa von unserer Reise hochgeladen! Viel Spass beim Anschauen! Hier gehts lang: https://picasaweb.google.com/lh/albumMap?uname=100899129087606080401&aid=5691573000991538833#map

Hier eine kleine Auswahl:













Sonntag, 5. August 2012

Dreiländereck (Treriksrøysa) im Øvre Nationalpark

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Heute waren wir am einzigen Platz der Erde an dem drei Zeitzonen aufeinandertreffen, im Dreiländereck Norwegen-Finnland-Russland.

Schon der Weg dorthin ist ein Abenteuer für sich. Von unserem Campingplatz ging es noch ein paar Kilometer auf der 885 weiter, bis man rechts in einen Waldweg nach "Treriksrøysa" abbiegen muss. Der Waldweg führt 19km lang bis zum Parkplatz, von wo aus man die Wanderung starten kann. Der Weg hat es allerdings in sich. Wer nicht gerade über ein Geländefahrzeug verfügt und sein Auto liebt, muss mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15km/h die Stunde auskommen. So benötigt man etwa eine Stunde für den Waldweg bis zum Parkplatz. Steffi hat sich während der Fahrt verkrampft in ihrem Sitz festgekrallt und bei dem ein oder anderen tiefen Loch in der Fahrbahn konnte ich ein seufzen neben mir vernehmen. ;)

Nachdem wir die holprige Hinfahrt überstanden haben, startete unsere Wanderung. Vom Parkplatz aus konnten wir schon den Grenzwachturm sehen und haben erstmal die Infotafeln durchgelesen. Dort steht, was man an der Norwegisch-Russischen Grenze darf bzw. eher nicht darf. Der Teil mit dem Verbot Grenzsoldaten zu fotografieren war überklebt und scheint daher wohl nicht mehr zu gelten. Mein Handy hatte sich derweil ins russische Mobilfunknetz eingebucht und eine SMS teilte mir mit, dass ein Telefonat teure 5,12€/Min kosten soll.

Nach wenigen Metern auf dem Wanderweg begegnete uns auch schon gleich ein freundlicher junger bewaffneter Grenzsoldat. Der uns nochmal einige Hinweise gab wie z. B. das es verboten ist den Grenzstein zu umrunden und den weißen Stein obendrauf zu berühren. Und er war begeistert, dass wir Fama angeleint hatten. ;)

Der Weg führte durch mooriges Gebiet und immer wieder über Holzbohlen, die dafür sorgten, dass uns nasse Füße erspart blieben. Anfang des Sommers soll es hier sehr nass sein und es wären wahrscheinlich Gummistiefel vorzuziehen. Nach kurzem Weg begegneten uns zwei Deutsche, die den holprigen Waldweg mit einem Mietwohnmobil gefahren sind. Ansonsten war nur noch ein norwegisches Paar mit Hund unterwegs und wir die meiste Zeit den 5km langen Weg allein. Eine herrliche Stille, die man in Deutschland wohl nirgends finden kann, umgab uns.

Während der Wanderung hatten wir herrliches Wetter bei Sonnenschein und um die 19 Grad. Irgendwann roch ich Feuer und dachte mir, dass wir dann wohl gleich angekommen sein müssten und nicht alleine dort sind. Und so war es auch, wir wurden von zwei jungen norwegischen Grenzsoldaten empfangen, die sich gerade Karotten und Wasser für Kaffee über dem Feuer warm machten und ums auch gleich auf einen Kaffee einluden. Wir zogen unsere Fanta aber vor, unterhielten uns eine zeitlang mit den beiden und ließen uns am Grenzstein fotografieren. Nachdem wir unsere Brote verdrückt hatten und uns noch ins Tourbuch eingetragen, machten wir uns auf den Rückweg.

Leider haben wir weder Bär (der hier am meisten in Norwegen verbreitet sein soll) noch Elch sehen können. Außer Moskitos und Libellen sind uns keine Tiere begegnet. Auf dem Rückweg haben wir aber den Ameisenhaufen gesehen, den ein Bär wohl in der Nacht zuvor ein wenig zerstört hat, wie uns die Grenzsoldaten erzählten.

Das Umrunden des Grenzsteins kostet übrigens um die 5000 NOK, ein eher teures Vergnügen also. ;)

Nun sind wir zurück auf dem Campingplatz und relaxen nach einer Nudelsuppe den Rest des Abends.